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Thüringer Allgemeine: Bis nach Spanien PDF Print E-mail
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Im Zuge der Qualifikation zu der inoffiziellen WM der Ballonfahrer absolvierte Niederdorlas Ballonfahrer Matthias Zenge eine Fahrt durch Halb-Europa. Das Ergebnis kann sich auf alle Fällesehen lassen.

09-11-18_Bis-nach-Spanien_BNIEDERDORLA. Das Gordon-Bennett-Rennen ist mit seiner 100-jährigen Tradition der älteste und härteste Ballonwettkampf derWelt. "Die Qualifikation ist dezentral und geht über zwei Jahre. Die Teilnehmer müssen sich mit den besten Fahrern ihres Landes messen", erklärt Matthias Zenge das Prozedere. "In beiden Jahren wird jeweils eine Dauerfahrt und eine Weitfahrt durchgeführt. Letztendlich werden die Ergebnisse zusammengezählt", erzählt er weiter.

Nach einem sehr guten Resultat im vergangenen Jahr überzeugte der Dachdeckermeister Zenge nun wieder. Mit seinem Gasballon absolvierte er eine Strecke von 1509 Kilometer Luftlinie. Gestartet in Deutschland, war erst in Spanien Schluss für Matthias Zenge und sein Team. Neben ihm waren noch Bernd Pulzer aus Altenburg und Co-Pilot Wilhelm Eimers aus Nordrhein-Westfalen, der das Rennen schon selbst gewann, im Ballon.

Die Fahrt begann in Gladbeck in Nordrhein-Westfalen kurz vor Mitternacht. Die drei Piloten überquerten die Grenzen zu den Niederlanden und zu Belgien. Bereits am nächsten Morgen erreichte der Ballon die französische Grenze. Danach dauerte es fast nochmal einenTag bis zur spanischen Grenze. "In den frühen Morgenstunden passierten wir San Sebastian. Mit 50 km/h fuhren wir über Ausläufer der Pyrenäen. Der Ausblick hier war großartig. Uns bat sich eine sehr gute Fernsicht, da keine Wolken am Himmel waren", erinnert sich Matthias Zenge.

Gelandet wurde schließlich in Avila ungefähr 50 Kilometer westlich von Madrid. "Die Fahrt hätte noch weitergehen können. Leider mussten wir aufgrund einer Familienfeier abbrechen. Ansonsten hätten wir erst in Portugal landen müssen", erzählt der Ballonpilot.

Trotzdem sind die Daten beeindruckend: Das Trio war über 42 Stunden unterwegs und zeitweise 3000 Meter über der Erde. Außerdem wurde bei dieser Fahrt ein Temperaturunterschied von über 30 Grad Celsius überwunden.

Mit diesem Ergebnis kann Matthias Zenge zuversichtlich in die Zukunftblicken: Ende des Jahres steht fest, ob die Qualifikation gelingt. Dann liegen alle Ergebnisse vor, ist der Niederdorlaer gespannt.

18.11.2009 Von Martin ZENGE

Quelle: Thüringer Allgemeine

Orignalartikel: 09-11-18_Bis_nach_Spanien_Thueringer Allgemeine.pdf (88kB)

 

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