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Greiz-Obergrochlitz: Segelflug auf höchstem Niveau PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Diana Ruder / 23.07.10 / OTZ   

Der Luftsportverein (LSV) Greiz-Obergrochlitz richtet ab heute auf seinem Vereins-Flugplatz gleich zwei Meisterschaften aus. Um 10 Uhr findet die offizielle Eröffnung der Veranstaltung statt.

Greiz. Neben der 19. Thüringer Landesmeisterschaft im Strecken-Segelflug ist der Flugplatz in Greiz-Obergrochlitz ab heute auch Austragungsort für die 9. Deutsch-Tschechische Meisterschaft.

51 Teilnehmer gehen mit ihren Flugzeugen in vier verschiedenen Klassen an den Start, darunter auch zwölf Teilnehmer aus der Tschechischen Republik. Sowohl Doppel- als auch Einsitzer-Flugzeuge sind zugelassen.

Kathrin Wötzel -gebürtige Jenaerin, lebt jetzt in Italien und ist Vize-Weltmeisterin der Damen im Segelflug - nimmt derzeit in Greiz an den 19. Landesmeisterschaften im Streckensegelflug teil

Dieses Jahr gibt es außerdem eine U 21-Wertung, damit Jungpiloten Wettkampferfahrungen sammeln können, erklärt Heinz Peinl, Vereinsvorsitzender des LSV Greiz-Obergrochlitz. Vier motorisierte Schlepp-Flugzeuge des Typs "Wilga 35" ziehen die Segelflieger auf etwa 600 Meter Höhe. Warme Aufwinde sind beim Flug erforderlich, um "die Höhe in Strecke umsetzen zu können", verrät Peinl. Danach beginnt das fast lautlose Gleiten um Punkte und Platzierungen. Geflogen werden, je nach Witterungsbedingungen am Tag zwischen 100 und 500 Kilometer. Die Piloten sind so bis zu acht Stunden täglich in der Luft unterwegs. Die Flugstrecken werden an jedem Wettkampftag neu ausgeschrieben. Ein Überfliegen der deutsch-tschechischen Grenze ist erwünscht. Das beschert den Teilnehmern Bonuspunkte in der Gesamtwertung.

Kathrin Wötzel, Vize-Weltmeisterin der Damen im Segelflug, ist bei den Wettkämpfen in Greiz mit am Start. Für sie ist es eine gute Gelegenheit, um zu trainieren. Nach den Veranstaltungstagen in Greiz wird die gebürtige Jenaerin die Deutschen Meisterschaften der Frauen in Zwickau mitbestreiten. Die Faszination am Segelflug für sie: "Große Strecken ganz ohne Motor fliegen." Die Thermik dafür könne man zwar nicht mit dem bloßen Auge erkennen, doch man kann sich an Vögeln orientieren, die die warme, aufströmende Luft ebenfalls nutzen, so Wötzel.

Die Wettkämpfe dauern noch bis zum 31. Juli. Interessierte sind herzlich eingeladen. "Für Zuschauer ist die Startaufstellung sehr beeindruckend oder am Nachmittag dann der Landeanflug unserer Teilnehmer", erklärt der LSV-Vorsitzende Heinz Peinl.

 

Quelle: http://zeulenroda.otz.de/

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Luftportverband Thüringen, LSV Thüringen, LSV TH