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Thüringer Allgemeine: Wunderbare Ausblicke PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 09:11 Uhr

An die 100-jährige Geschichte der Fliegerei in der Residenzstadt wollten die Flieger des Flugplatzes Gotha-Ost erinnern und luden Samstag zu einem Tag der offenen Tür ein.

09-11-15_Segelflug_Gotha

GOTHA (st). Fast pausenlos warendie beiden Leichtflugzeuge in derLuft, drehten ihre Runden mit denFluggästen über der Stadt undweiter bis zu den Drei-Gleichen.Das Wetter meinte es ganz gut mitden Fliegern. Auf dem Platz war esfast windstill, oben in der Höhe aber ging der Wind ziemlich stark."Teilweise kam es mir so vor, als würde ich in der Luft stehen", beschrieb Pilot Reinhard Lotz einen seiner Flüge. Doch Frank Zander aus Gotha, zeigte keine Furcht. So ein Rundflug über die Stadt sei schon immer seinTraum gewesen. Nach der Landung erklärte er dieser Zeitung, dass es einirres Flugerlebnis gewesen sei, er keine "Tüte" benötigt habe und aus der ungewohnten Perspektive viel fotografiert hätte. Aus der Luft, etwa aus600 Meter Höhe, sehe seine Heimatstadt wunderbar aus, schwärmte er vom Schloss und dem Rathaus.

Der 14. November, ein historischer Tag,denn vor exakt 100 Jahren begann die Luftfahrtgeschichte in der Residenzstadt. Just an jenem Datum ging nämlich das erste Luftschiff, dieParseval III, am Fuße des Seeberges vor Anker. Und die Luftfahrer hatten damals mieses Wetter, ein Orkan mit Schneetreiben hinderte sie sogar an der Weiterfahrt. So musste das Gas abgelassen werden und die Hülle dreiTage später mit dem Güterzug auf Heimreise nach Bitterfeld gehen.

Derzeit sind es zwei Vereine, der Aeroclub Gotha und der Flugsportverein, die die fliegerische Traditionen der Stadt aufrecht erhalten. Während sichder Aeroclub dem Motorfliegen verschrieben hat, dreht sich beimFlugsportverein alles um die Segelfliegerei. Die Jahreszeit taugt aber nicht mehr für das Segelfliegen. Die Besucher konnten sich trotzdem ein Bild von der Vereinsarbeit machen. Die Segelflieger sind gegenwärtig dabei, ihre Flugzeuge für die kommende Saison herzurichten. Wie Vereinsvorsitzender Gerald Baumbach, der gerade ein Tragflügel unterseine Fittiche hatte, erklärte, dass man über fünf Segelflugzeuge, zweidavon sind Doppelsitzer, und einen Motorsegler verfüge. Der Aeroklub hat drei Flugzeuge in seinem Hangar stehen, so Vereinsvorsitzender Detlef Rauchmaul. Die Frage nach dem Umzug der beiden Vereine auf einenneuen Flugplatz auf der anderen Seite des Kindleber Straße stelle sichderzeit nicht mehr. Durch die momentane Krise hätten die beiden Firmen,die sich auf dem jetzigen Flugplatz ausbreiten wollten, kein Interesse mehrdaran.

Der Tag sei ein voller Erfolg gewesen, ziehen Detlef Rauchmaulund Hartmut Zerreich ein positives Resümee, trotz des starkenSeitenwindes. "Über die große Resonanz haben wir uns alle sehr gefreut.Es zeigte, in Gotha gibt es noch viele flugbegeisterte Menschen." DreißigMal seien die beiden Maschinen gestartet und waren dabei etwa 6Stunden in der Luft.

Quelle: ThüringerAllgemeine

Originalartikel: 09-11-15_Wunderbare_Ausblicke_Gothaer_LSV_TA.pdf (85kB)

 

 
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